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01.05.2013

Brennende Langeweile - Bored Teenagers

Bildquelle: by 33rpmPVC









Kennt ihr das Phänomen? Da schaut man aus irgendeinem Grund einer extrem schlechten Werbesendung oder sonstigem geistigen Dünnschiss zu, von dem es im TV ja reichlich gibt, und kommt einfach nicht dazu, den Skip-Knopf der Fernbedienung zu drücken, um diesem Scheiß ein Ende zu machen. Man ist einfach viel zu fasziniert ist, von dem was man da sieht...

So ähnlich ging´s mir beim Ansehen des Films "Brennende Langeweile - Bored Teenagers" (1979) von Wolfgang Büld, der ja auch den relativ guten und bekannten Doku-Film "Punk in London" Ende der 70er gedreht hat. Allerdings hat er später auch sowas wie "Der Formel Eins-Film" oder "Manta, Manta" verbrochen. Na ja, sei´s drum...


Nun also "Brennende Langeweile", den ich vorher ehrlich gesagt weder kannte, noch je bewusst gesehen habe. Aber er ist mir halt bei Durchsicht diverser Programmvorschauen aufgefallen, weil da die britische Punkband The Adverts (Looking Through Gary Gilmore´s Eyes) mitspielt. So etwas gibt´s halt nur im gebührenfinanzierten TV zu sehen, in diesem Fall ZDF.kultur. Also schnell eingespeichert und heute morgen mal angesehen...

Ehrlich gesagt, weiß ich bis jetzt nicht, worum es in dem Streifen eigentlich gehen soll. Ein Sauerländer Aushilfs-Punk und seine eher an eine Popper-Uschi erinnernde Friseusen-Schnalle gehen auf´s Adverts-Konzert nach Köln oder so. Aushilfs-Punk steht nämlich voll auf die Bassistin der Band und schleift seine Perle mit. Die beiden lernen die Band kennen, es kommt zu reichlich merkwürdigen Dialogen, aber auch zu ganz guten, zeitgenössischen Konzertaufnahmen. Die weitere Story erspar ich mir jetzt hier mal...

Auf jeden Fall ist es mir so ergangen, wie eingangs beschrieben. Denn obwohl die Laiendarsteller allesamt so schlecht sind, wie Laiendarsteller es nunmal in der Regel sind, bin ich fasziniert dabei geblieben. Denn irgendwie erinnert das schon ein wenig an ein Zeitdokument mit halb-dokumentarischen Zügen. Und der Filmtitel verspricht eigentlich genau das, was der Film wohl ausdrücken will und auch gekonnt in Szene setzt: Atmosphärische Langeweile...

Insofern also ein echt gelungener Film, der es immerhin geschafft hat, dass ich ihn mir komplett angeschaut habe. Und warum schreibe ich das gerade alles? Weil mir momentan langweilig ist!

Hier noch ein paar Links zu weiteren Infos:




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