Google+ 33rpmPVC: A Place To Bury Strangers - Transfixiation (VÖ: 13.02.2015 / Label: Dead Oceans - Cargo Records)

14.02.2015

A Place To Bury Strangers - Transfixiation (VÖ: 13.02.2015 / Label: Dead Oceans - Cargo Records)













Artist: A Place To Bury Strangers
Album: Transfixiation
VÖ: 13.02.2015
Label: Dead Oceans / Cargo Records


Oliver Ackermann, seines Zeichens auch Chef der Effektpedal-Manufaktur Death By Audio, drückt wieder auf alle ebendiese Gerätschaften, um den größtmöglichen Krach aus seinen Instrumenten rauszuholen. Und es ist unbedingt anzuraten, sich die gerade veröffentlichte Scheibe in möglichst hoher Lautstärke anzuhören. Entweder unterm Kopfhörer oder aber, sofern die Nachbarn mitspielen, auf der Hi-Fi-Anlage. Allerdings sollten die Boxen schon etwas aushalten können und ein möglichst breites Frequenz-Spektrum bieten.Denn hier gehts zur Sache - und zwar so richtig! Irgendwie fließt hier alles zusammen, was am Genre Shoegaze gut und wichtig war, bzw. ist...

Verhallt, verzerrt, verdröhnt - nicht jeder Song der Scheibe bietet Ansätze von Melodien. "Deeper" zum Beispiel ist ein Slowmotion-Noisegewitter vom heftigsten, weitestgehend harmoniebefreit und erinnert mich in seiner Konsequenz, alles zu vermeiden, was einer Melodie auch nur im entferntesten nahe kommt, an die B-Seite von Black Flags "My War". Musikalisch sicher eine andere Baustelle, aber die Wirkung ist ähnlich. Andere Songs, wie bspw. "Straight", haben fast schon Hit-Charakter, auch wenn sie sich trotz Popstrukturen durch den Song fräsen und flexen. Es gibt viele Assoziationen zu den Klassikern der Branche, wie The Jesus & Mary Chain (What We Don´t See), My Bloody Valentine (We´ve Come So Far), Spacemen 3/ Galaxie 500 (Lower Zone) oder auch The Swans (Deeper). Und gerade das macht das Album so ungeheuer intensiv und abwechslungsreich...

Zum Ende hin zieht die Scheibe noch mal an. "I´m So Clean" und "Fill The Void" rasen förmlich frontal ineinander und der Abschluß des Albums mit "I Will Die" fühlt sich an, wie ein rasender Höllenritt, bei dem man nicht mehr weiß, ob die zugedröhnten Ohren nun endgültig ihren Dienst versagen. Diese Platte ist sicher nicht für die Beschallung eines netten Abendprogramms gedacht, sondern sollte aufgrund ihrer Intensität auch intensivst gehört werden...


A Place To Bury Strangers live:
16.04.2015 – Zürich (CH) - Viadukt
18.04.2015 – Düdingen (CH) - Cafe Bad Bonn
19.04.2015 – München - Strom
21.04.2015 – Berlin - Lido
22.04.2015 – Köln - Underground
27.04.2015 – Hamburg – Hafenklang






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