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22.07.2017

3 x neu: Fuzzy Vox, Karoshi und The Moorings

Nachdem ich die französische Garageband Fuzzy Vox hier ja bereits kurz vorstellen durfte, hatte ich jetzt die Gelegenheit mir das ganze am 14.07. erschienene Album mit dem Titel "No Landing Plan" (Kidnap Music) anzuhören. Und der Titel des Werks veranschaulicht in etwa, was einen erwartet. Da gibt es keinen Autopilot - der Flugzeugführer scheint nicht mehr Herr seiner Sinne zu sein und dreht einen Looping nach dem anderen. Und auch wenn der Flieger tief in den 60ern gebaut wurde, wird er mit Kerosin der Marke Punkrock und Rythm & Blues der ursprünglichen und rohen Sorte angetrieben. Mehr Garage, respektive Hangar geht nicht. Auch wenn man beim Flug durch die Titel nicht das sichere Gefühl bekommt, wieder ebenda zu landen. Die Band weiß definitiv, wie man ein Brett nach dem anderen raushaut und lässt auch durch eingestreute Tempowechsel an keiner Stelle Langeweile aufkommen. Die Platte ist eine absolute Empfehlung und Fuzzy Vox sind im August und Dezember auch in Deutschland unterwegs...



Frei übersetzt bedeutet Karoshi auf Japanisch "Tod durch Überarbeiten", also mehr oder weniger  ein extremer Fall von Burnout und in Japan in den 80ern ein durchaus sehr ernstzunehmendes Phänomen. Daraus einen Bandnamen zu kreieren, kann man gelinde gesagt schon als recht provokant bezeichnen. Zumal die Musik der 2003 gegründeten Kölner Skapunker alles andere als depressiv erscheint. Nach nunmehr acht Jahren Schaffenspause, hätte man fast denken können, die Herren plus Dame hätten ihren Namen zum Programm gemacht und sich aus dem Diesseits verabschiedet. Das dem nicht so ist, beweist der für den 25.08. angekündigte und äusserst lebendige vierte Longplayer mit dem bedeutungsschwangeren Titel "Rabauken und Trompeten". Feinster Skapunk-Hardcore-Mix, durchaus auch mal der schrofferen Sorte, eventuell vergleichbar mit - nach 8 Jahren und drei (!) vorherigen Platten könnte ich auch schreiben "sich selbst" - Bands wie den Mighty Mighty Bosstones oder Catch 22. Kann man so machen und wird irgendwie auch nie langweilig. Man darf aufs neue Album gespannt sein...


Es gab mal eine Phase, da bin ich voll auf die Dropkick Murphys und artverwandte Acts abgefahren. In den letzten Jahren wurde das weniger, was nichts mit den Bands an sich zu tun hat, als vielmehr mit meinen immer wiederkehrenden musikalischen Schwerpunktwechseln. Trotzdem mag ich die Musik natürlich nach wie vor. Nun liegt mir hier ein Exemplar des Albums "Unbowed" einer Band namens The Moorings vor, von denen ich zugegebenermassen noch nie vorher etwas gehört habe. Erscheinen wird die Scheibe am 01.09.2017. Und drin ist eigentlich genau das, was man erwartet hat. Das eigentlich erstaunliche daran ist nur, dass die Band weder von der irischen Insel, noch aus Boston stammt, sondern aus Frankreich. Geboten wird Celtic-Folkpunk, der nahtlos an den Dropkick Murphys oder an Flogging Molly anschließt. Hört sich klasse an und ist auch klasse. Und eignet sich vor allem dazu, die Platte laut zu hören und - Textsicherheit hin oder her - die Songs mit Guiness oder Irish Whisky im Glas mitzuschmettern...




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