Mit "Antidepressants" haben Suede 2025 ein zugleich radikal und erstaunlich kohärent klingendes Werk in den Indie-Rock-Orbit geschossen. Die Band, ohnehin immer schon eine der im Rahmen der 90er Britpop-Welle beeindruckensten, die seit ihren Erfolgen in eben jenen Jahren und der Reformation 2013 eine bemerkenswerte zweite Karriere hingelegt hat, bewegt sich hier tief im Postpunk- und Goth-inspirierten Terrain, ohne die melodische Sensibilität zu verlieren, für die sie seit jeher stehen... Vom ersten Rillenkontakt an legt die Pressung auf schwarzem Gold eine rohe, unmittelbare Energie frei: Gitarren schaben mit schneidender Präzision, Bass und Schlagzeug treiben die Arrangements mit einer nervösen Intelligenz voran, während Brett Andersons Stimme zwischen Drama und Verzweiflung oszilliert und brilliert wie in besten Tagen. Antidepressants ist dabei kein nostalgisches Werk. Vielmehr ein echtes Statement: Wir sind immer noch voll da! Suede loten auf diesem zehnten S...
Am 06.02.2026 gastierten im Rahmen der Club Montreux-Konzertreihe im f lözK Werne – und lieferten ein Konzert ab, bei dem das randvolle Haus von der ersten Minute an Teil des Geschehens war. Aufmerksam, offen und mitgehend. Für die italienisch-US-amerikanische Band aus Seattle war es der erste Deutschland-Stopp ihrer Europatournee, bevor es am nächsten Tag direkt weiter nach Berlin ging – ein Auftakt, der Maßstäbe setzte... Live entfalten Painted Vein ihre Musik mit einer Präzision, die man im Genre nicht immer antrifft. Shoegaze-Flächen, Post-Punk-Strenge und Coldwave-Kühle greifen sauber ineinander, ohne sich gegenseitig zu verwässern. Der Sound bleibt kontrolliert, aber nie steril - laut, aber nicht verwaschen. Besonders die Dynamik zwischen treibenden Basslinien, schneidenden Gitarren und stoischem Schlagzeug sorgt für jene Spannung, die das Publikum durchgängig an den Sound band... Die Band wirkte dabei konzentriert und zuglei...