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Summer Peak 2026: Über 400 Gäste feiern einen großartigen Sommerabend beim flözK ...

Zwei starke Bands, bestes Sommerwetter, mehr als 400 Besucherinnen und Besucher und ein Hof voller Menschen - Das Summer Peak 2026 des Kulturvereins flözK Werne wurde zu einem dieser Abende, für die sich die ganze Arbeit im Vorfeld mehr als gelohnt hat...  Wenn man als ehrenamtlicher Kulturverein eine Veranstaltung dieser Größenordnung plant, steckt zunächst einmal ziemlich viel Arbeit darin, die später niemand mehr sieht. Bands buchen, Technik organisieren, Getränke und Essen planen, Bühne aufbauen, Helfer koordinieren und an hundert Kleinigkeiten denken. Irgendwann kommt dann der Moment, an dem man eigentlich nur noch darauf hoffen kann, dass das Wetter mitspielt – und vor allem, dass die Menschen kommen...  Beim Summer Peak 2026 am Samstag, 22. August, kam beides zusammen. Das Wetter hätte für ein Open Air kaum besser sein können, und im Laufe des Abends fanden mehr als 400 Menschen den Weg zum flözK. Für uns als Verein war das nicht nur ...
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Zwischen Kingston und New Orleans, Reggae, Soul und Funk aus einem Guss: The Flying Hats – UPS || ATA Records | LP/CD/Digital | VÖ: 25. September 2026

Manchmal braucht es gar keine großen Neuerfindungen. Manchmal reicht es, einen vertrauten Sound mit genügend Können, Spielfreude und vor allem dem richtigen Groove ins Hier und Jetzt zu holen. Genau das gelingt The Flying Hats auf ihrem zweiten Album UPS ganz hervorragend...  Die Band um Schlagzeuger Sam Hobbs und Bassist Neil Innes bewegt sich tief im Grenzgebiet zwischen jamaikanischem Instrumental-Reggae, Hammond-Soul, Funk und R&B. Dabei klingt UPS erfreulich wenig nach nostalgischer Fingerübung. Stattdessen entwickelt das Quartett einen wunderbar warmen, organischen Sound, der seine historischen Bezugspunkte offenlegt, ohne ihnen sklavisch zu folgen...  Und vielleicht liegt genau darin die große Stärke dieser Platte. UPS wirkt weniger wie eine Sammlung einzelner Stücke als wie ein geschlossenes musikalisches Ganzes, das seine unterschiedlichen Facetten ganz selbstverständlich entwickelt. Mal sitzt der Groove tief im jamaikanischen Rocksteady und Early Regg...

Mikael Máni – Half Sun (Smekkleysa, 17. Juli 2026

Beim isländischen Gitarristen und Komponisten Mikael Máni ist die Gitarre weniger Soloinstrument als Ausgangspunkt für ganze Klanglandschaften. Half Sun ist sein fünftes Album und zugleich, wie Máni selbst sagt, ein Abschluss: Es beendet die musikalische Phase, die er seit seinem Debüt Bobby entwickelt hat. Dazwischen liegen unter anderem Nostalgia Machine, das bei den Icelandic Music Awards ausgezeichnete Innermost und das 2024 bei ACT erschienene Guitar Poetry...  Half Sun führt diese Entwicklung noch einmal zusammen, wirkt dabei aber keineswegs wie eine Zusammenfassung bereits erprobter Ideen. Jazz bildet zwar weiterhin das Fundament, doch Máni öffnet die Musik weit in Richtung Filmmusik, Folk, Post-Rock und impressionistischer Klangmalerei. Das funktioniert vor allem deshalb so gut, weil hier niemand permanent beweisen muss, was er am Instrument kann. Melodien werden angedeutet, weitergereicht, verschwinden wieder; elektrische und akustische Gitarre stehen neben Met...

Siyou – About Me: Soul, Groove und ganz viel Stimme (36music, 10.07.2026)

Manchmal braucht es gar nicht viel. Eine außergewöhnliche Stimme, eine gute Band und Songs, die nicht permanent beweisen müssen, wie außergewöhnlich sie sind. Siyou macht auf About Me genau das – und das ziemlich überzeugend...  Wer Siyou vor allem aus dem Gospel kennt, bekommt hier deutlich mehr geboten. Natürlich sind diese Wurzeln immer zu hören, aber About Me bewegt sich ganz selbstverständlich zwischen Soul, Funk, Jazz, Pop und afrikanischen Einflüssen. Dabei bleibt die Platte angenehm ruhig, lässt den Songs Platz und besitzt trotzdem genügend Groove, damit die Füße irgendwann von alleine mitmachen...  Siyous Stimme steht natürlich im Mittelpunkt, ohne dass daraus eine große Leistungsschau wird. Mal kraftvoll, mal erstaunlich zurückgenommen, aber immer mit sehr viel Soul. Dazu kommt eine Band, die genau weiß, wann weniger mehr ist. Hellmut Hattler am Bass ist dafür natürlich eine ziemlich sichere Bank. Martin Meixner an Orgel und Piano, Percussion, Bläser und ...

Zwischen Jangle, Bangern und enthaupteten Hühnern - das schwa – …so beautiful! [Bureau Platiruma, 2026]

Die Songs von Herr Wade waren ja ohnehin schon immer eine Klasse für sich. Sebastian Voss und Jørn O. Åleskjær haben über die Jahre ein ziemlich beeindruckendes Händchen für Melodien bewiesen. Nun hat sich mit "das schwa" eine kleine Münsteraner Supergroup acht dieser Songs vorgenommen und ordentlich verrockt. Wobei „verrockt“ hier bitte nicht mit Schweinerock verwechselt werden sollte, sondern eher verC86igst...  Das Ganze klingt also eher nach verzerrten Gitarren, Indie-Pop-Rock Mitte der Achtziger, Jangle-Pop und einer ordentlichen Portion Spielfreude. Und das funktioniert erstaunlich gut...  Schon „von innen aus teig“ macht klar, wohin die Reise geht. Direkt danach folgt mit „morgen, übermorgen“ für mich bereits einer der Höhepunkte der Platte. Ein unheimlich melodischer, schöner Popsong, der ziemlich schnell hängen bleibt. Überhaupt sind das hier Songs, bei denen man kaum stillsitzen kann. Dafür stehen mit Thorsten „Dörte“ Mennebröcker, Gerd Schossow, Carsten...

WAMONO – Als Japan den Groove neu erfand, Teil 03 - Tradition trifft elektrische Moderne

Kapitel 11 – Hiromasa Suzuki: Der Mann zwischen den Welten Wie der Pianist, Keyboarder, Komponist und Arrangeur die Grenzen zwischen Jazz, Funk, Rock und Fusion durchlässig machte Wenn man die Geschichte des Wamono nur über die großen Namen und die gesuchten Originalpressungen erzählt, übersieht man leicht, wie eng diese Szene tatsächlich miteinander verflochten war. Hiromasa Suzuki ist dafür vielleicht das beste Beispiel. Sein Name taucht an entscheidenden Stellen immer wieder auf: bei Terumasa Hino, Akira Ishikawa und Jiro Inagaki, als Pianist und Keyboarder, als Komponist und Arrangeur – und schließlich als Bandleader mit eigenen Platten. Suzuki, 1940 geboren und 2001 gestorben, gehörte zu jener Generation japanischer Musiker, die den Jazz nicht als fest umrissenes Regelwerk verstand. Für ihn war er Ausgangspunkt. Von dort aus führten die Wege in Funk und Soul, in Rock und elektronische Klangfarben, in Film- und Fernsehmusik und schließlich in jene Übergangsz...