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Zwischen Kingston und New Orleans, Reggae, Soul und Funk aus einem Guss: The Flying Hats – UPS || ATA Records | LP/CD/Digital | VÖ: 25. September 2026

Manchmal braucht es gar keine großen Neuerfindungen. Manchmal reicht es, einen vertrauten Sound mit genügend Können, Spielfreude und vor allem dem richtigen Groove ins Hier und Jetzt zu holen. Genau das gelingt The Flying Hats auf ihrem zweiten Album UPS ganz hervorragend...  Die Band um Schlagzeuger Sam Hobbs und Bassist Neil Innes bewegt sich tief im Grenzgebiet zwischen jamaikanischem Instrumental-Reggae, Hammond-Soul, Funk und R&B. Dabei klingt UPS erfreulich wenig nach nostalgischer Fingerübung. Stattdessen entwickelt das Quartett einen wunderbar warmen, organischen Sound, der seine historischen Bezugspunkte offenlegt, ohne ihnen sklavisch zu folgen...  Und vielleicht liegt genau darin die große Stärke dieser Platte. UPS wirkt weniger wie eine Sammlung einzelner Stücke als wie ein geschlossenes musikalisches Ganzes, das seine unterschiedlichen Facetten ganz selbstverständlich entwickelt. Mal sitzt der Groove tief im jamaikanischen Rocksteady und Early Regg...

This Is DJ’s Choice, Vol. 6 - Oonops & 2b Fuzzy [Unique Records, VÖ: 20.03.2026]

Wenn man sich lange genug mit kuratierten Compilations beschäftigt, weiß man - die wirklich guten erkennt man nicht daran, dass sie möglichst viele große Namen versammeln, sondern daran, dass sie wie ein gut gespieltes DJ-Set funktionieren. Genau hier setzt „This Is DJ’s Choice, Vol. 6“, zusammengestellt von 2b Fuzzy und Oonops, an – und trifft erstaunlich präzise ins Schwarze...    Die Reihe selbst ist kein unbeschriebenes Blatt, aber mit dieser Ausgabe wird wieder mal klar, worum es ursprünglich geht – Tanzbarkeit ohne Beliebigkeit. Zwei Persönlichkeiten und äusserst kompetente Musik-Coinasseure. Zwei Handschriften, ein gemeinsamer Nenner...  Oonops übernimmt die A-Seite der Vinyl-Scheibe und eröffnet mit einer spürbaren Affinität zu warmen, organischen Grooves, die sich irgendwo zwischen Soul, Jazz-Funk und globalen Einflüssen verorten lassen. Tracks wie „Planet E.“ von Linski oder „Shoulders Of Love“ von Pat Van Dyke & Zac Colwell haben diese seltene Q...

Ein diebisches Vergnügen - The Thievery Corporation

Author of pic: Tammy Lo     License: Attribution 2.0 Generic (CC BY 2.0) Das man in musikalischer Hinsicht nur einen Bruchteil dessen kennt, was man eigentlich zu kennen meint, dürfte jedem klar sein, der ehrlich zu sich selbst ist. Besonders vor Augen wird einem das geführt, wenn man durch Zufall Musik entdeckt, die einem sofort gefällt, dessen Macher dies aber schon seit Jahren öffentlich tun, man es aber irgendwie nicht mitbekommen hat. Nun mag es daran liegen, das ich mich bisher noch nie ernsthaft mit Downbeat, Ambient, Lounge oder Dub befasst habe, aber bis vor ca. 30 Minuten kannte ich den Namen The Thievery Corporation nicht mal... Nun gibt es die Formation, die ja eigentlich ein Duo der beiden Washingtoner Gründungsmitglieder Eric Hilton und Rob Garza sind, schon eine beträchtliche Zeit - immerhin schon seit 1996. Und sie haben auch schon einiges veröffentlicht. 8 Alben stehen zu Buche... Im Hintergrund läuft bei mir gerade "The...