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Posts mit dem Label "Spiritual Jazz" werden angezeigt.

SINSUKE FUJIEDA GROUP – Fukushima | Wenn Erinnerung zu Klang wird [VÖ: 26.08.2026 (3rd Press) Original-VÖ: 30.04.2025. Label: Superfly Records / SoFa Records |Katalognummer: SRLP039]

Es gibt Alben, bei denen nach wenigen Minuten klar ist, dass sie bei *ben werden. Fukushima von der Sinsuke Fujieda Group ist für mich genau so eine Platte. Ein Album, das mich vom eröffnenden Titelstück an komplett gepackt hat – und mit jedem weiteren Durchlauf noch wächst...  Dabei steckt hinter Fukushima weit mehr als eine weitere hervorragende Veröffentlichung aus der gegenwärtig ungemein spannenden japanischen Jazzszene. Fujieda entwickelte das Werk aus seinen Erfahrungen und Erinnerungen an das Tōhoku-Erdbeben und die Katastrophe von 2011. Landschaft, Erinnerung, innere Veränderung, Gebet und die Hoffnung auf Erneuerung bilden den gedanklichen Untergrund dieser Musik. Die Aufnahmen entstanden am 16. Mai 2023 im Groove Studio in Matsudo und wurden als One-Take-Session eingespielt...  Schon das knapp zehnminütige „Fukushima“ entfaltet mit Fujiedas Saxophon, Shinichi Tsukamotos modalem Piano und der Percussion von Daisuke Alkhay einen gewaltigen Sog. „Float In O...

Musik wie ein langsamer Atemzug: Hypnotische Improvisationen zwischen Jazz, Ambient und Groove - JEFF PARKER ETA IVtet – Happy Today (International Anthem Recording Company, 15.05.2026)

Mit dem ETA IVtet hat sich Gitarrist Jeff Parker in den vergangenen Jahren eine der interessantesten und zugleich unaufgeregtesten Formationen des zeitgenössischen US-Jazz aufgebaut. Nach den beiden vielbeachteten Veröffentlichungen Mondays At The Enfield Tennis Academy und The Way Out of Easy wirkt Happy Today nun weniger wie ein nächster Karriereschritt als vielmehr wie eine weitere Verdichtung einer bereits sehr klar definierten musikalischen Idee. Das Quartett bleibt dabei seinem Ansatz treu: improvisationsbasierte Musik, die Offenheit zulässt, ohne jemals beliebig zu wirken... Aufgenommen wurde das Album live im Lodge Room in Los Angeles – ein Umstand, den man dieser Veröffentlichung permanent anhört. Happy Today lebt von Räumen, von Luft zwischen den Tönen und von jener fast schwer erklärbaren Kommunikation, die nur Bands entwickeln, die lange gemeinsam spielen. Parker, Josh Johnson, Anna Butterss und Jay Bellerose agieren hier weniger als klassische Jazzformation den...

Yamirah's Solar Explorers - Andromeda Galaxy (2026, Fat Banshee Records – 097469)

Mit Andromeda Galaxy schicken Yamirah’s Solar Explorers ihre Hörer auf eine weitere Reise durch jene kosmischen Klangräume, in denen Spiritual Jazz, psychedelische Improvisation und afro-futuristische Klangästhetik aufeinandertreffen. Die 2026 auf Fat Banshee Records erschienene LP wirkt wie ein bewusst analog gedachtes Album – eine Platte, die ihre Wirkung vor allem dann entfaltet, wenn man sie als geschlossenes Werk von Anfang bis Ende hört...  Das Projekt bewegt sich klar im Spannungsfeld jener Tradition, die seit den späten 1960er-Jahren von Sun-Ra-inspirierten Klangexperimenten bis zu modernerem Cosmic Jazz reicht. Auch wenn hier eher die Gitarre im Vordergrund steht. Yamirah’s Solar Explorers greifen diese ästhetische Linie auf, ohne zu kopieren. Die Band verbindet offene Improvisationsräume mit repetitiven, fast tranceartigen Grooves, über denen sich Bläser, elektrische Tasteninstrumente und perkussive Strukturen schichtweise entfalten. Gerade auf Vinyl funkt...

Siberia Extreme... Wortwörtlich! Zwei neue Veröffentlichungen des Labels Indigenous Lifeforms

  Musik hören ist für mich auch immer eine Art Reise. Man hat seine (musikalische) Heimat, also die Musik die man kennt, bei der man sich heimisch, sich wohl fühlt und mit der man sich im Normalfall - sofern einem Musik wichtig ist - auch ständig umgibt. Und doch zieht es einen hin und wieder in fremde Gefilde. Entweder weil man aus einer gewissen Abenteuerlust versucht seinen Horizont zu erweitern. Oder aber auch, weil man einer Empfehlung folgt. Natürlich benötigt man auch eine gewisse Affinität und Interesse an Reisen in unbekanntes Terrain. Sich einfach mal mit Dingen bzw. Sounds zu befassen, die man noch nicht kennt und gegebenenfalls diesen auf den Grund zu gehen. Dann aber gibt es diese eher seltenen Momente, bei denen man sich an eine Stelle teleportiert fühlt, wo man sich leicht (in diesem Fall auch schwer!) irritiert fragt: "Wie zum Teufel bin ich denn hier rein geraten?". Einen solchen Moment hatte ich beim Hören der beiden Alben die mir freundlicher Weise vom Labe...