Die Songs von Herr Wade waren ja ohnehin schon immer eine Klasse für sich. Sebastian Voss und Jørn O. Åleskjær haben über die Jahre ein ziemlich beeindruckendes Händchen für Melodien bewiesen. Nun hat sich mit "das schwa" eine kleine Münsteraner Supergroup acht dieser Songs vorgenommen und ordentlich verrockt. Wobei „verrockt“ hier bitte nicht mit Schweinerock verwechselt werden sollte, sondern eher verC86igst... Das Ganze klingt also eher nach verzerrten Gitarren, Indie-Pop-Rock Mitte der Achtziger, Jangle-Pop und einer ordentlichen Portion Spielfreude. Und das funktioniert erstaunlich gut... Schon „von innen aus teig“ macht klar, wohin die Reise geht. Direkt danach folgt mit „morgen, übermorgen“ für mich bereits einer der Höhepunkte der Platte. Ein unheimlich melodischer, schöner Popsong, der ziemlich schnell hängen bleibt. Überhaupt sind das hier Songs, bei denen man kaum stillsitzen kann. Dafür stehen mit Thorsten „Dörte“ Mennebröcker, Gerd Schossow, Carsten...
Kapitel 11 – Hiromasa Suzuki: Der Mann zwischen den Welten Wie der Pianist, Keyboarder, Komponist und Arrangeur die Grenzen zwischen Jazz, Funk, Rock und Fusion durchlässig machte Wenn man die Geschichte des Wamono nur über die großen Namen und die gesuchten Originalpressungen erzählt, übersieht man leicht, wie eng diese Szene tatsächlich miteinander verflochten war. Hiromasa Suzuki ist dafür vielleicht das beste Beispiel. Sein Name taucht an entscheidenden Stellen immer wieder auf: bei Terumasa Hino, Akira Ishikawa und Jiro Inagaki, als Pianist und Keyboarder, als Komponist und Arrangeur – und schließlich als Bandleader mit eigenen Platten. Suzuki, 1940 geboren und 2001 gestorben, gehörte zu jener Generation japanischer Musiker, die den Jazz nicht als fest umrissenes Regelwerk verstand. Für ihn war er Ausgangspunkt. Von dort aus führten die Wege in Funk und Soul, in Rock und elektronische Klangfarben, in Film- und Fernsehmusik und schließlich in jene Übergangsz...