New Drop Out: Vibravoid - Intergalactic Acid Freak Out Orgasms (Live at Finkenbach Festival 2018) // VÖ: 31.05.2019 // Stoned Karma Records

Ende Mai wird dem ohnehin schon beeindruckenden Output der Düsseldorfer Psychedelic-Institution Vibravoid nun also das nächste Werk hinzugefügt. "Intergalactic Acid Freak Out Orgasms" wird die auf Tonträger gebannte Live-Platte heißen. Aufgenommen beim letztjährigen Finkenbach Festival. Der zunächst subjektiv erscheinenden Selbsteinschätzung der Band als "Europas Nummer-Eins-Psychedelic- und Acid-Rock-Band" kann man sehr schnell etwas abgewinnen. Dazu reicht in der Regel ein Blick auf den bisherigen Back-Catalogue Vibravoids. Und auch rein musikalisch wird ihnen diesen Platz niemand ernsthaft streitig machen können...

Wenn man die Vorläuferbands Motley Motion und Void Forum mitrechnet, existiert dieses psychedelische Soundprojekt seit nahezu 30 Jahren. Einzig durchgehende personelle Konstante ist dabei wohl der Düsseldorfer Sänger, Gitarrist und Mastermind Christian Koch. Musikalisch variiert die Band ihre Einflüsse, die sowohl in der 60s-Psych-/Garage-Szene, als auch im 70er Psychedelic-, Hard-, Space- oder Krautrock liegen, und wendet diese kreativ auf ihre Projekte an. Referenzen an die frühen Pink Floyd, Amon Düül, The Seeds oder auch Can sind unüberhörbar und ziehen sich wie ein roter Faden durch ihr Schaffen. Dennoch haben Vibravoid sich zu einer künstlerisch sehr eigenständigen Institution entwickelt, die es schafft auch auf all ihren Platten immer wieder neu und anders zu klingen, als man es vielleicht gerade erwartet...

Beim Finkenbach-Festival 2018 kam es dann zum zweitägigen Showdown der alten Schule des
Krautrocks - mit Bands wie Guru Guru, Jane, Kraan, Embryo, Birth Control, Amon Düül II. Zum Abschluß am Samstag zu später Stunde spielten dann Vibravoid. Und eben dieses Ergebnis lässt sich jetzt auf dem neuen Album nachempfinden. Darunter klassische Coverversionen der Beatles, Pink Floyd oder auch Can, aber auch eigene Band-Klassiker wie "Playing With Beuys" oder "Ballspeaker". Alles in beeindruckender Spielweise ohne die gewisse Rauhigkeit einer Liveaufnahme zu verlieren. "Fuzz at it´s best" möchte man da sagen. Und es verwundert einen auch nicht, das hier auch live hohe und intensive Qualität geboten wird. Das ist man in der überwiegenden Mehrheit der bisher nicht gerade wenigen Live-Alben eigentlich auch so gewohnt. Die Tracklist beinhaltet die Songs Tomorrow Never Knows, Vivid Vision, Playing With Beuys, Astronomy Domine, Interstellar Overdrive, Colour Your Mind, Mother Sky und als Bonus auf der Doppelvinylausgabe noch Black And White. Wobei gerade die Vinylausgabe wieder mit einigen Spielereien aufwarten dürfte, wie man es bei Vibravoid eigentlich auch kennt. Die kurze Wartezeit bis zum Erscheinen am Ende des Monats dürfte man aushalten. Neben der Doppel-Vinyl erscheint das Album noch als CD und in der Downloadversion. Eine klare Empfehlung...






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