Wer Lettuce seit den frühen Tagen zwischen Rage! und der jazzig ausgefransten Live-Energie der letzten Jahre verfolgt, weiß: Diese Band denkt Funk nicht als Retro-Schablone, sondern als bewegliche Architektur. Das Sextett aus dem US-„Organic Grooves“-Kosmos hat sich über zwei Jahrzehnte vom Jam-Institutionalismus zur hochpräzisen Groove-Maschine entwickelt – ohne den Schweißfilm zu verlieren. Cook wirkt dabei wie ein bewusst gesetzter Album-Entwurf: kompakter, songorientierter, aber mit genügend Luft für Improvisations-Aromen... Auf Vinyl (als 2LP in mehreren Varianten erhältlich) funktioniert Cook besonders gut, weil die Dramaturgie in vier Akte zerfällt: kurze, skizzenhafte „Sesshins“-Miniaturen wirken wie Schnittbilder zwischen den Hauptgerichten. Das gibt dem Album Flow, ohne in Beliebigkeit zu kippen. Klanglich ist das eine moderne Lettuce-Produktion: tief gestaffelter Bass, pointierte Drums, eine Bläsersektion, die nicht nur Akzente setzt, sondern Hooks schre...