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Posts mit dem Label "Improvisation" werden angezeigt.

Mark Pringle - New Customers [VÓ: 12.12.2025 || Boomslang Records]

"Oh, Alien Sex Fiend machen jetzt Jazz" - das war mein erster Gedanke beim ersten Hören des Titeltracks von Mark Pringles neuen Album "New Customers". Und das ist durchaus nicht negativ gemeint, denn ich liebe Alien Sex Fiend, und ich liebe Jazz. In nahezu allen Ausprägungen. Und eben auch wenn es sich, wie in diesem Fall, meiner Ansicht nach schon um schwer verdauliche Kost handelt, die ich eher in den Bereich Kunstmusik buxieren würde. So eine Scheibe muß man hören wollen... Und gut! Da ist der britische Berliner mit seiner Crew bei mir doch genau auf den Richtigen gestoßen. In der richtigen Stimmung und mit der gleichen Chuzpe angetreten, wie die doch recht hochkarätig besetzte Formation, habe ich mich durch das von Ton zu Ton immer stimmiger werdende Werk treiben lassen. Irgendwas muß ja auch dran sein, an einem Musiker, der immerhin für den deutschen Jazzpreis nominiert wurde... Und in der Tat, fängt das Album irgendwann an, an meine musikempfindlic...

Free at last... James Newton Quartet - Live In Willisau [Switzerland 1983] | VÖ: 07.11.2025 | Rythm Flow Records

Das Album Live In Willisau Switzerland 1983 des James Newton Quartet – veröffentlicht bei Rhythm ’n’ Flow Records im November 2025 – ist ein aufschlussreicher Dokumentations-Fund: Ein Livemitschnitt vom Willisau Jazz Festival in der Schweiz aus dem Frühjahr 1983. Mit dabei sind der Flötist und Bandleader James Newton selbst, die Pianistin Geri Allen – zu Beginn ihrer Karriere –, sowie der Bassist Anthony Cox und der legendäre Andrew Cyrille an den Drums...  In dieser Konstellation bewegt sich das Quartett im Spannungsfeld von freier Improvisation und kompositorischer Klarheit. Newtons Flöte – kaum je trivial – gliedert sich hier in einen Kontext, in dem Allen, Cox und Cyrille nicht nur begleiten, sondern impulsgebend sind: Die rhythmischen Impulse von Cox und Cyrille bieten ein engmaschiges, zugleich losgelöstes Fundament, während Allen mit subtiler Verve zwischen Klangräumen und impulsiven Ausbrüchen pendelt... Die Klangästhetik ist roh und unmittelbar – ein Livemoment...