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The Angels Of Libra | Live im Knust (Hamburg), 10.03.24



Da ich leider selbst nicht vor Ort sein konnte, gibt es vom Tourstart der Angels Of Libra nach längerer Zeit mal wieder einen Gastbeitrag zum Konzert im legendären Hamburger Knust. Mein Freund Rainer Funk, der zur Zeit gerade in Hamburg weilt, hat die Chance ergriffen, sich diesen Gig anzusehen. Sicher eine gute Entscheidung...


Was macht man, wenn man wegen einer Reha in Hamburg weilt, selbige Reha aber freitags endet und vor einem das Wochenende wartet? Richtig, "Kultur"! Bekanntlich hat die Hansestadt davon ja einiges zu bieten, doch gebe ich zu, dass mein persönliches Kulturverständnis eher "verengt" ist, und so beschränkt sich das Kultuprogramm eher auf den klassischen Dreikampf von Fussball (Altona 93 ist Pflicht!), Sightseeing (Ausflug an die Nordseeküste) und natürlich: Konzerte! Am 10. März spielten die Angels Of Libra im "Knust" auf, und obwohl ich deren Mucke bislang nur oberflächlich kannte, hat mich dann doch die Wertschätzung des hiesigen Blogwarts für die Band dazu bewegt, selber Ohrenzeuge des Konzerts zu werden.


Etwa 350-400 Besucher (grobe Schätzung) taten Ähnliches, wovon der überwiegende Teil übrigens weiblich war. Ohne Vorband ging es um ca. 21.30 Uhr auf die Bühne, und was folgte war ein bunter Potpourri aus Soul (Grundfundament), R & B, Rock, Funk, Jazz, Latin und auch Chanson. Bis zu 11 Musiker standen gleichzeitig auf der Bühne, die sowohl altersmässig wie auch optisch/stilistisch sehr, sehr hererogen wirkten. Dennoch sind unbestritten Sarife und Nathan (erinnerte insbesondere zu Konzertbeginn stark an den "Tropical Gangster" August Darnell von Kid Creole & The Coconuts) echte "Rampensäue", das dankbare Publikum ging begeistert mit und feierte die Angels während des ca. 100minütigen Auftritts (zurecht!) gut ab.
Am Ende gab es noch mit "It's a man's man's world" sowie " I put a stell on you" zwei Soulklassiker. Ordentliche Darbietung, dennoch bleibt die Gesangsakrobatik von James Brown einfach unerreicht.


Fazit: Ein gelungener, kurzweiliger Sonntagabend, den man auch weitaus schlechter (Stichwort: Glotze) verbringen kann! [Rainer Funk]