Zwischen Asphaltpoesie und Boombap-Untergrund - Harry Breast und die Rückkehr des echten Undergrounds
Es gibt Künstler, die um Aufmerksamkeit kämpfen. Und es gibt Künstler, die wirken, als würden sie Aufmerksamkeit eher misstrauisch betrachten. Harry Breast gehört ziemlich eindeutig zur zweiten Kategorie... Wer heute nach ihm sucht, findet keine glattpolierte Major-Label-Erzählung, keine aggressiv optimierte Social-Media-Maschine und keine kalkulierte Deutschrap-Karriere. Stattdessen stößt man auf verstreute Spuren: kleine Vinylauflagen, DIY-Ästhetik, Underground-Blogs, einzelne Videos, Szeneempfehlungen und eine Haltung, die sich demonstrativ gegen den stromlinienförmigen Deutschrap-Mainstream stellt... Dabei ist Harry Breast keineswegs bloß irgendein obskurer Lo-Fi-Rapper aus dem digitalen Schattenreich. Die inzwischen greifbare Diskografie zeigt vielmehr einen Künstler, der seit Jahren konsequent an einer eigenständigen Position innerhalb des deutschen Underground-Hip-Hop arbeitet. Zudem sind die Scheiben 1a produziert und klingen hervorragend. Bereits Veröffentlich...