Manchmal genügt ein guter Song. Manchmal braucht es ein ganzes Album. Und manchmal reicht selbst das nicht. Mit "Abheben... Und Bleiben" verabschiedet sich Herr Wade mit einem Werk, das irgendwo zwischen Popalbum, Hörbuch und liebevoll inszeniertem Kopfkino seinen Platz findet. Das klingt zunächst nach einer ambitionierten Idee – funktioniert aber vor allem deshalb so gut, weil die Musik nie hinter dem Konzept verschwindet... Die erzählerischen Kapitel verbinden die Songs zu einer durchgängigen Geschichte, ohne ihnen ihre Eigenständigkeit zu nehmen. Im Gegenteil: Stücke wie „Die schlafende Katze“, „Der Trampelpfad“ oder das herrlich betitelte „Mit Roddy Frame in der Schlange bei Pimmelherbert“ funktionieren ebenso losgelöst vom erzählerischen Rahmen. Erst beim Hören der gesamten LP erschließt sich jedoch, wie sorgfältig alles miteinander verwoben ist... Herr Wade bleibt dabei seinem melodieverliebten Indie-Pop treu. Jangle-Gitarren, elegante Arrangements und ein...