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Bonheur - Sometimes It Hurts, But That’s Okay // VÖ: 18.10.2024 on Butter Records/Wagram Stories Berlin


 








 Das Indie-Genre - sofern man es als solches bezeichnen möchte - ist nicht totzukriegen. Und es gibt immer wieder neue Indie-Bands über die es sich lohnt, mehr als ein paar Worte zu verlieren. Eine solche Band ist in meiner Wahrnehmung auch die Stuttgart-Berlin-Connection namens Bonheur, die in wenigen Tagen ihr Debüt veröffentlicht. Erfreulicherweise auch als LP in schweinchenrosa Vinyl...


Bonheur (pic by Gerrit Wohnsdorf)

  










 Aber selbst das mit dem Bandnamen hat eine Geschichte: Denn begonnen hat alles mit dem Namen "Into the Fray". Frei übersetzt heißt das soviel wie "Rein Ins Getümmel" und das hat die Truppe dann auch gute 5 Jahre umgesetzt und sich in über hundert Live-Auftritten die ersten Kampferfahrungen, die man so als recht junge Band auf Konzerten erfährt, zugelegt. Und jetzt - im Jahr 2024 - hat sich das Quartett - bestehend aus Lukas Klotzbach (Gesang/Gitarre/Keyboard), Bastian Kilper (Drums),  Fabian Glück (Gitarre, Synthesizer) und  Marian Hepp (Bass, Synthesizer) entschieden, den nächsten Schritt Ihrer Formation unter dem neuen Namen Bonheur anzugehen...

Man kann sicher nicht sagen, Bonheur würden das Rad neu erfinden. Aber wie sie das Rad in Schwung bringen, ist dann schon bemerkenswert. Textlich befasst sich die Band in ihren Lyrics mit allem, was Menschen an der gerade überschrittenen Schwelle zum Erwachsenwerden so begegnet, durchaus mit einem kritischen Auge auf den momentanen Zustand der Welt. Aber irgendwie auch mit einem Schuss Optimismus, den sie - eingebettet in ihr Klangspektrum - mal nachdenklich-melancholisch vortragen, dann aber auch wieder voller Energie und beinahe wütend in die umgebende Atmosphäre schleudern. Und bei all dem, kommen die Melodien nicht zu kurz, die sich manchmal innerhalb der Songs erst aufbauen müssen, dann aber Hooks mit Ohrwurmcharakter bieten. 

Wer auf Indie-Pop/-Rock steht kann hier bedenkenlos zugreifen. Alle anderen aber auch...





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