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Es werden Posts vom Oktober, 2026 angezeigt.

Soulport Universe Vol. 1 – Eine verdammt gute Portion Soul und Funk - Various Artists | Soulport Records | VÖ: 15.10.2026

Es gibt diese Platten, bei denen man schon nach wenigen Minuten merkt, dass da etwas Besonderes im Gange ist. Nicht unbedingt etwas vollkommen Neues, denn Soul und Funk müssen nun wirklich nicht ständig neu erfunden werden. Vielmehr geht es darum, wie man diese Musik spielt, wie sie klingt und ob die beteiligten Musiker tatsächlich ein Gefühl dafür haben. Und genau da hat mich „Soulport Universe Vol. 1“ ziemlich schnell gepackt... Soulport Records ist ein noch recht junges Label aus Sulzbach bei Frankfurt, hinter dem Marcel Bach steckt, der selbst unter dem Namen Miles King musikalisch aktiv ist. Angefangen hat das Ganze in einem improvisierten Studio in einem alten Partykeller. Eine Achtspur-Bandmaschine, ein paar befreundete Musiker und offensichtlich jede Menge Begeisterung für klassische Soulmusik. Inzwischen ist daraus ein beachtliches Netzwerk entstanden, dessen erste Jahre mit dieser Compilation dokumentiert werden... Vierzehn Stücke, unterschiedliche Künstler und Ba...

SLADEK – Blame It All On You / What Are You Doing? || 7" | SLDK Records | SLDK-009 | 2026

Manchmal reichen fünf Minuten. Zwei Songs, eine 7-Inch – und die Gewissheit, dass eine Band ziemlich genau weiß, wo sie hinwill. SLADEK haben bei mir bereits mit "Things Gotta Change" ( ebenfalls hier im Blog besprochen ) einen ausgesprochen guten Eindruck hinterlassen. Das österreichische Trio verstand es darauf, klassischen Soul nicht einfach zu reproduzieren, sondern mit viel Gespür für Groove, Dynamik und Arrangements in die Gegenwart zu holen. Mit „Blame It All On You“ / „What Are You Doing?“ legen SLADEK nun eine Single nach, die diesen Weg konsequent weitergeht – und für meinen Geschmack sogar noch einmal eine Schippe drauflegt...  „Blame It All On You“ ist mit seinen 2:45 Minuten nahezu perfektes Single-Material: federnd, leichtfüßig und unmittelbar, mit einem Groove, der sich ziemlich schnell festsetzt. Warm und organisch produziert, aber ohne den bemühten Vintage-Gestus, der einem bei zeitgenössischem Retro-Soul gelegentlich begegnet...  Und dann ist da ...

SAINT ETIENNE – FOR THE (ALMOST) VERY LAST TIME || Cambridge Corn Exchange, 26.09.2026 [Gastbeitrag: K. Ahland]

Saint Etienne … wo fang ich an? Unterm Strich wahrscheinlich, neben den Beatles, die wichtigste britische Band in meinem Leben. Ganz sicher die wichtigste zu meinen Lebzeiten. Zum ersten Mal auf sie aufmerksam wurde ich durch einen Artikel in der Spex vom Juni 1991. Ihr Konzept war ähnlich der ursprünglichen Idee hinter The Style Council: ein loses Kollektiv mit wechselnden Sängerinnen und Bob Stanley und Pete Wiggs als konstantem Kern. Im Übrigen sahen die beiden Jungs, fand ich, verdammt „Mod“ aus. Und genau so habe ich sie auch über 35 Jahre hinweg betrachtet. Es gibt „orthodoxe“ Mods, die nichts, was stilistisch nach ’66 kam, gelten lassen. „Falsch“, fand ich schon immer. Frischer Wind wie Madchester Rave, Acid Jazz oder Britpop waren immer willkommen, und so auch der Indie-Dance-Beat von Saint Etienne. Im gleichen Jahr, 1991, erschien auch das Debütalbum „Foxbase Alpha“ auf Heavenly, das ich mir frisch aus London mit nach Hause brachte. Inzwischen war längs...