Stone Foundation - Everybody, Anyone // Label: 100 Percent Records (Rough Trade) // VÖ: 24.08.2018

Nach ihrem letztjähriges Studioalbum „Street Rituals“, welches der Stone Foundation auch hierzulande ein breiteres Publikum bescherte, erschien nun der Nachfolger und der damit fünfte (reguläre) Longplayer "Everybody, Anyone". Das Erscheinen der Platte war mir auch durchaus bewusst, allerdings war ich gestern auf der Suche nach der neuen Weller-LP. "True Meanings" war allerdings im dafür vorgesehenen Fach nicht auffindbar, dafür lächelte mich das Cover von "Everybody, Anyone" an. Vermutlich ein kleiner Fehler eines übereifrigen, aber weitgehend ahnungslosen Fachmarktmitarbeiters, der den Namen des Modfathers neben vielen weiteren Mitwirkenden auf dem Aufkleber der Hülle erblickt hat. Reiner Zufall also. Oder war es ein Wink des Schicksals? Wie auch immer, Platte gegriffen und mitgenommen...

Diese weise Entscheidung sollte sich als Glücksgriff herausstellen. Nach dem ersten Durchgang auf dem heimischen Plattenteller stellte sich beim nunmehr stolzen Besitzer ein breites Grinsen ein. Alles richtig gemacht. Elf sehr eingängig gespielte Songs, die in Paul Wellers Black Barn Studios aufgenommen und von den beiden Stone Foundation-Masterminds Neil Sheasby und Neil Jones eindrucksvoll produziert wurden. Mit deutlich mehr Funk als bisher gewohnt, aber weiterhin auch mit dem bekannten jazzigen Touch zaubert die Band nahezu ein Dutzend erstklassige Soul-Nummern auf die beiden Vinylscheiben. Das man hier auch zwangsläufig an The Style Council erinnert wird, erklärt sich durchaus aus der illustren Gästeliste, auf der sich neben oben bereits genannten Paul Weller eben auch Mick Talbot befindet. Beim Song „Carry The News“ ist sogar Steve White, Drummer von The Style Council mit an Bord, was bei diesem Song zu einer Quasi-Wiedervereinigung von TSC geführt hat, da Weller hier auch im Background singt. Zudem wirkten an diesem Album noch Hamish Stuart von The Average White Band,  Bruce Robert Howard (Dr. Robert) von den Blow Monkeys, sowie die britische Singer-Songwriterin Kathryn Williams mit...

Die glückliche Fügung oder eben die vorhergesehene Bestimmung - ganz wie man will - hat mir ein Album in die Hände gegeben, welches sicher nicht so schnell im Nirvana des Plattenregals verschwinden wird. Abgesehen davon, dass es sich hier alleine von der Musik her schon um ein erstklassiges Werk handelt, gibt es auch seitens der "Hardware" nichts zu meckern. Ein tolles Doppelalben-Cover mit bedruckten Innersleeves und zwei einwandfreien, sauber klingenden schwarzen PVC-Scheiben, sowie einem beiliegenden Downloadcode für eine digitale Version. Angesichts des verlangten Preises von gut über 30€ sollte man das alles aber auch verlangen können. Kurzum, das Doppelalbum ist eine klare Empfehlung...

http://www.stonefoundation.co.uk







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